Auf Wunsch einer einzelnen Dame starte ich eine Neuauflage meines Chronicle. Nein, die Dame bin nicht ich. :-)
Mein Leben war in den letzten Monaten recht hektisch, aber leider nicht sehr produktiv. Die Hektik wird bleiben. Aber vielleicht habe ich einen Weg gefunden, mit der Hektik besser umzugehen und wieder kreativ zu werden: seit gestern wird gefastet.
Nun kann man über das Fasten durchaus geteilter Meinung sein und die Wirkung auf den menschlichen Organismus in Frage stellen. Aber subjektive Empfindungen lassen sich eben schlecht messen.
Eines ist sicher: ich faste nicht aus religiösen Gründen. In diesem Falle hätte ich ja auch viel zu spät damit angefangen.
Nein, ich möchte mich befreien. Vor vielen Jahren habe ich schon einmal in Eigenregie gefastet und nur positive Erfahrungen gemacht. Diese Erfahrung möchte ich jetzt wiederholen.
Das ist jetzt die Stelle, an der ich ausdrücklich darauf hinweisen muss, dass mein Beispiel nicht zur Nachahmung gedacht ist, weil ich ohne jegliche ärztliche Kontrolle und Unterstützung faste. Einfach so für mich. Diese Vorgehensweise darf und will ich nicht weiterempfehlen.
Ich leide nicht unter chronischen Erkrankungen und fühle mich gesund genug, um das Fasten auf eigene Faust zu wagen. Euch - meiner geneigten Leserschaft - empfehle ich nachdrücklich die Konsultation eines Arztes vor Beginn einer Fastenkur.
"Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden." - Dieser Satz umschreibt mein Gefühl in den vergangenen Wochen und Monaten recht treffend. Bei dem Versuch, meinen eigenen Rhythmus zu finden, ist es bisher geblieben. Obwohl ich die Unterstützung von einigen guten Freunden genießen durfte. Vielleicht ist das ja so, wenn man versucht, das Drehbuch für den eigenen Lebensfilm endlich selbst zu schreiben.
Nun muss sich nicht zwangsläufig durch das Fasten etwas an meiner Gesamtsituation ändern. Aber einen Versuch ist es wert.
Zumal ich in einer Reportage zum Thema Fasten kürzlich erfahren durfte, dass viele Menschen während einer Fastenkur nicht nur den Alltag durchbrochen haben, sondern auch viele Erkrankungen zumindest lindern konnten. Das hat mich inspiriert.
Und so haben ein guter Freund und ich gestern beschlossen, mit dem Fasten zu beginnen.
Daraus kann man ein großes Ritual machen, mit Birkenstock-Schuhen, Jute-Bademantel und spartanisch eingerichtetem Zimmer. Aber man kann auch darauf verzichten. Das haben wir getan. Wir haben schlicht und einfach aufgehört, feste Nahrung zu uns zu nehmen.
Nun besteht unsere Hauptnahrung aus Flüssigkeit: Wasser, Kaffee, Tee, Fruchtsaft, Süppchen.
Gestern hatte mein Freund Ricky noch Angst, einem unbezwingbaren Hunger zum Opfer zu fallen und war daher sehr überrascht, dass sich erst am späten Abend ein winzig kleines Hungerchen meldete. Dem haben wir durch ein Tomatensüppchen aus passierten Tomaten, mit Gewürzen verfeinert, abgeholfen. Und siehe da - schon das Gefühl, eine Suppe aus einem Teller zu löffeln, schlug das Hungerchen in die Flucht. Ob man den gleichen Effekt erzielen würde, wenn man den Tee löffeln würde??? ;-)
Mit der Entscheidung zur Flüssignahrung beginnt die Reinigung der "unteren Luftwege". Der ganz unteren. ;-)
Meiner Erfahrung zufolge sollte das Hungergefühl gänzlich unterbleiben, sobald die Reinigung des Darms abgeschlossen ist.
Doch schon wenn die gewohnten Mahlzeiten ausbleiben, nimmt der Körper sehr wohl wahr, dass irgendetwas Ungewöhnliches vorgeht und schaltet in den Stressmodus. Dabei werden die dazugehörigen Stresshormone ausgeschüttet und bewirken einen Energieschub.
Dieser Energieschub macht sich bei uns beiden heute schon bemerkbar. Ricky stellte einen neuartigen Bewegungsdrang an sich fest und ich freue mich über meine erhöhte Konzentrationsfähigkeit. Ich kann meinen eigenen Gedanken folgen... Das war in der letzten Zeit nicht immer so! :-)
Um dem Kopf die Illusion eines Essens zu verschaffen, haben wir uns heute Abend ein Süppchen aus getrockneten Pilzen und Zwiebel gegönnt. Die festen Bestandteile wurden vor dem Servieren im Sieb gefangen.
Und auch heute hat sich kein quälender Hunger eingestellt.
Noch eine positive Seite hat das Fasten: man spart sich den Einkauf. Ist das wohltuend!
Über die weiteren Erlebnisse unserer Fastenkur halte ich euch auf dem Laufenden. Bis morgen also.
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Samstag, 31. März 2012
Donnerstag, 8. September 2011
Was habe ich in meiner Klausur gelernt?
Ja, ich war letzte Woche in Klausur. Nein, nicht die ganze Woche. Nur ein paar Tage.
Aber auch wenn man von einer Klausur oft einen anderen Eindruck hat, war die meine äußerst produktiv.
In erster Linie habe ich die Anregungen meines Freundes und Tutors David umgesetzt. Darüber habe ich in meinem letzten Post geschrieben.
Angst vor der eigenen Courage
Mir ist des Öfteren gesagt worden, ich wäre eine Kämpferin und sollte nur machen - es würde schon werden.
Ehrlich gesagt, habe ich vor so einigen Unternehmungen Hochachtung wenn nicht gar Angst. Wir Menschen sind halt nicht unbedingt und immer von Veränderungen begeistert.
Doch Veränderungen sind unumgänglich in unserem Leben. Da verändere ich schon lieber selbst ehe ich es anderen überlasse, mit meinem Leben zu machen was ihnen passt.
Das erinnert mich an eine ehemalige Kollegin, einige Jahre jünger als ich.
Eine selbstbewusste Frau, die immer zu wissen schien, wo es in ihrem Leben lang ging. Sie hat ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und begegnet jedem Menschen erst einmal vorurteilsfrei wie ein junger Hund.
Dann plötzlich wendete sich das Blatt für sie und sie hatte unter ihrer Chefin zu leiden. Der Grund für dieses Mobbing war nicht in schlechter Arbeit zu suchen. Im Gegenteil: es gab keinen Ersatz, wenn diese Kollegin mal ausfiel.
Noch mit hochroter Nase und Fieber hat sie sich auf Arbeit gequält, um ihre Pflichten termingerecht zu erledigen. Trotzdem kamen immer wieder aufwändige Sonderaufträge, Unterstellungen, unangebrachte Kritiken.
Irgendwann zerbricht man daran.
Ist es nicht furchtbar, was Bosheit alles anrichten kann?
Ich komme vom Thema ab. Wenn ein Kampf aussichtslos wird, spielt man nicht den Don Quichote. Man versucht der Situation zu entkommen. Nach tagelangem gutem Zureden tat sie das dann auch. Sie fand eine neue Stelle im gleichen Unternehmen und integrierte sich in das dortige Kollektiv. Achso, man sagt ja nicht mehr Kollektiv - ich meine Team. :-) Wenigstens war sie nun nicht mehr der Einzelkämpfer. Doch glücklich wurde sie auch dort nicht. Die Stelle war befristet, die Konkurrenz kam wieder und dann war sie froh, ihren Arbeitsplatz dort behalten zu können, wenn auch zu schlechteren Konditionen als die Kollegen.
Unzufrieden mit sich und der Welt, zuckte sie immer wieder mit den Schultern und meinte "Was soll ich denn da machen? Ich hab doch schon..." - Ja, sie hatte doch schon auf jemanden gewartet, der sie da rausholt und ihr die gebratenen Tauben in den Mund fliegen lässt. - Sie wird wohl dulden bis an ihr Ende und sich einreden, dass es keine andere Möglichkeit gäbe.
Was mich an der Geschichte so bewegt, ist eigentlich weniger ihre Entscheidung, sich leben zu lassen. Obwohl mir das in der Seele weh tut. - Nein, mir ist es eher um ihre Ausreden und ihren Umgang mit Kritik zu tun. Ich habe versucht, sie zum Nachdenken über ihre Situation zu animieren. Habe sie gefragt, ob sie denn bereit wäre, ihr Leben grundsätzlich zu verändern. Diese Indiskretion hat sie sehr übel genommen und mir die Freundschaft gekündigt. Aber nicht offen, sondern schleichend. Nun haben wir keinen Kontakt mehr zueinander.
Aber ist es nicht auch Pflicht einer Freundin, dem anderen auf den eigentlichen Weg zu helfen? Ist da nicht auch sanfte Kritik ein probates Mittel? Kritik, die einen dazu bringen soll, über sich und sein eigenes Dasein nachzudenken.
Ich kann doch nicht jammern, dass alles so trübe wäre und sich keine Besserung abzeichnet, wenn ich nicht versuche, andere Wege wenigstens zu denken.
Wie viele andere schon gesagt haben: Um vollwertiges Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man in erster eines sein: ein Schaf.
Punkt.
Neuausrichtung
Nun gut. Ich habe mich ja entschieden, mein Leben zu verändern. Ja, das macht mitunter wirklich Angst.
Aber nach meiner gründlichen Hirnrenovierung letzte Woche ist zumindest der Weg der nächsten Wochen klar.
Ich habe unglaublich viel gelernt und mir eine Überblick darüber verschafft, auf welche Weise ich mein Geschäft etwas aktivieren kann.
Mittlerweile sind auch schon Ergebnisse zu sehen. Ich habe mich auf einigen Plattformen angemeldet, auf denen ich Dienstleistungen anbieten kann. Und parallel biete ich diese Dienstleistungen auf meiner Webseite an. Naja, noch nicht im Echtbetrieb. Da muss ich noch dran arbeiten.
Ich habe einen Veranstaltungskalender auf "Halle - eine Chronik" integriert, obwohl es gar nicht einfach war, einen geeigneten zu finden. Leider werden gute Tools offenbar nicht mehr gepflegt und lösen so mit der neuen Version von Wordpress Fehler aus. Meine stundenlange Fehlersuche hat mich auf den Gedanken gebracht, meine Erfahrungen mit Wordpress aufzuschreiben. Ob das nicht ein bisschen zu viel wird? - Ich denke noch darüber nach.
Und ich habe mich auf Suite 101 angemeldet und möchte hier Artikel veröffentlichen. Da werde ich gleich mal auf Themensuche gehen, nachdem mich Suite 101 als Autor akzeptiert hat.
So, und jetzt geht es an die Arbeit.
Aber auch wenn man von einer Klausur oft einen anderen Eindruck hat, war die meine äußerst produktiv.
In erster Linie habe ich die Anregungen meines Freundes und Tutors David umgesetzt. Darüber habe ich in meinem letzten Post geschrieben.
Angst vor der eigenen Courage
Mir ist des Öfteren gesagt worden, ich wäre eine Kämpferin und sollte nur machen - es würde schon werden.
Ehrlich gesagt, habe ich vor so einigen Unternehmungen Hochachtung wenn nicht gar Angst. Wir Menschen sind halt nicht unbedingt und immer von Veränderungen begeistert.
Doch Veränderungen sind unumgänglich in unserem Leben. Da verändere ich schon lieber selbst ehe ich es anderen überlasse, mit meinem Leben zu machen was ihnen passt.
Das erinnert mich an eine ehemalige Kollegin, einige Jahre jünger als ich.
Eine selbstbewusste Frau, die immer zu wissen schien, wo es in ihrem Leben lang ging. Sie hat ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und begegnet jedem Menschen erst einmal vorurteilsfrei wie ein junger Hund.
Dann plötzlich wendete sich das Blatt für sie und sie hatte unter ihrer Chefin zu leiden. Der Grund für dieses Mobbing war nicht in schlechter Arbeit zu suchen. Im Gegenteil: es gab keinen Ersatz, wenn diese Kollegin mal ausfiel.
Noch mit hochroter Nase und Fieber hat sie sich auf Arbeit gequält, um ihre Pflichten termingerecht zu erledigen. Trotzdem kamen immer wieder aufwändige Sonderaufträge, Unterstellungen, unangebrachte Kritiken.
Irgendwann zerbricht man daran.
Ist es nicht furchtbar, was Bosheit alles anrichten kann?
Ich komme vom Thema ab. Wenn ein Kampf aussichtslos wird, spielt man nicht den Don Quichote. Man versucht der Situation zu entkommen. Nach tagelangem gutem Zureden tat sie das dann auch. Sie fand eine neue Stelle im gleichen Unternehmen und integrierte sich in das dortige Kollektiv. Achso, man sagt ja nicht mehr Kollektiv - ich meine Team. :-) Wenigstens war sie nun nicht mehr der Einzelkämpfer. Doch glücklich wurde sie auch dort nicht. Die Stelle war befristet, die Konkurrenz kam wieder und dann war sie froh, ihren Arbeitsplatz dort behalten zu können, wenn auch zu schlechteren Konditionen als die Kollegen.
Unzufrieden mit sich und der Welt, zuckte sie immer wieder mit den Schultern und meinte "Was soll ich denn da machen? Ich hab doch schon..." - Ja, sie hatte doch schon auf jemanden gewartet, der sie da rausholt und ihr die gebratenen Tauben in den Mund fliegen lässt. - Sie wird wohl dulden bis an ihr Ende und sich einreden, dass es keine andere Möglichkeit gäbe.
Was mich an der Geschichte so bewegt, ist eigentlich weniger ihre Entscheidung, sich leben zu lassen. Obwohl mir das in der Seele weh tut. - Nein, mir ist es eher um ihre Ausreden und ihren Umgang mit Kritik zu tun. Ich habe versucht, sie zum Nachdenken über ihre Situation zu animieren. Habe sie gefragt, ob sie denn bereit wäre, ihr Leben grundsätzlich zu verändern. Diese Indiskretion hat sie sehr übel genommen und mir die Freundschaft gekündigt. Aber nicht offen, sondern schleichend. Nun haben wir keinen Kontakt mehr zueinander.
Aber ist es nicht auch Pflicht einer Freundin, dem anderen auf den eigentlichen Weg zu helfen? Ist da nicht auch sanfte Kritik ein probates Mittel? Kritik, die einen dazu bringen soll, über sich und sein eigenes Dasein nachzudenken.
Ich kann doch nicht jammern, dass alles so trübe wäre und sich keine Besserung abzeichnet, wenn ich nicht versuche, andere Wege wenigstens zu denken.
Wie viele andere schon gesagt haben: Um vollwertiges Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man in erster eines sein: ein Schaf.
Punkt.
Neuausrichtung
Nun gut. Ich habe mich ja entschieden, mein Leben zu verändern. Ja, das macht mitunter wirklich Angst.
Aber nach meiner gründlichen Hirnrenovierung letzte Woche ist zumindest der Weg der nächsten Wochen klar.
Ich habe unglaublich viel gelernt und mir eine Überblick darüber verschafft, auf welche Weise ich mein Geschäft etwas aktivieren kann.
Mittlerweile sind auch schon Ergebnisse zu sehen. Ich habe mich auf einigen Plattformen angemeldet, auf denen ich Dienstleistungen anbieten kann. Und parallel biete ich diese Dienstleistungen auf meiner Webseite an. Naja, noch nicht im Echtbetrieb. Da muss ich noch dran arbeiten.
Ich habe einen Veranstaltungskalender auf "Halle - eine Chronik" integriert, obwohl es gar nicht einfach war, einen geeigneten zu finden. Leider werden gute Tools offenbar nicht mehr gepflegt und lösen so mit der neuen Version von Wordpress Fehler aus. Meine stundenlange Fehlersuche hat mich auf den Gedanken gebracht, meine Erfahrungen mit Wordpress aufzuschreiben. Ob das nicht ein bisschen zu viel wird? - Ich denke noch darüber nach.
Und ich habe mich auf Suite 101 angemeldet und möchte hier Artikel veröffentlichen. Da werde ich gleich mal auf Themensuche gehen, nachdem mich Suite 101 als Autor akzeptiert hat.
So, und jetzt geht es an die Arbeit.
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